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Jun 08

Backups unter Mac OSX – Online und Offline, fast was für Paranoide

Kategorie: Software |

Ja, Lebensretter! Vorallem für die Selbständigen unter uns trifft das ganz genau so zu. Alles ist digital, alles muss aufbewahrt werden, ob für den Kunden, fürs Finanzamt oder sonst jemanden. Wenn da was fehlt, dann ist die K***e aber so richtig am Dampfen die händische Wiederherstellung kosten dann im besten Fall nur sehr viel Zeit.
Doch wie dem Schlamassel aus dem Weg gehen bei der Menge an Daten? Wohin mit dem ganzen Zeug, und wie wappnet man sich am besten gegen Datenverlust? Genau mit dem Thema habe ich mich jetzt einige Zeit befasst und nun eine für mich gute Lösung, bzw. Lösungen gefunden.

Aufgabe:
Mir war es wichtig. dass das Backup automatisch und inkrementell läuft. Eine zweite Partition oder Festplatte im gleichen Rechner macht wenig Sinn, also was externes. Alle Daten ins Internet? Uiuiu das dauert, also muss eine Zwischenlösung her, den großen Batzen “Lokal” die unfassbar wichtigen Mails, die verschlüsselten Zugangsdaten der Kunden, die geschriebenen Rechnung, eben alles was die Büroaltag betrifft ins Internet, damit bei einem Lokalen Disaster (z.B. Brandt) das nicht verloren gehen kann. Meine Daten befinden sich alle auf einem MacBookPro welches ich immer bei mir habe, im Brandfall im Büro habe ich also eigentlich ;-) immer noch die ganzen Daten auf dem MBP, deshalb mache ich nur selten Backups von allen Daten die woanders hin gebracht werden müssen.

Verwendete Tools/Hardware:
- OS X Leopard -> TimeMachine
- Mozy https://mozy.com/ (Wäre nett wenn Du meinen Referrer übernehmen würdest.)
- Qnap TS-109 http://www.qnap.de/pro_detail_feature.asp?p_id=78
- Icy-Box http://www.raidsonic.de/de/pages/products/external_cases.php?we_objectID=3178
- Carbon Copy Cloner http://www.bombich.com/software/ccc.html

Lokal:
Ich habe mich, zur Speicherung aller Daten, für ein NAS entschieden, hier kam es mir auf gute Performance, viele Features und Support an. Qnap bietet das alles. Die ersten Firmwares waren wohl noch etwas Buggy, aber ich war schon vor meinem kauf oft im Supprt-Forum und fand es richtig gut wie schnell dort auf Kritik eingegangen worden ist und wie viele Beta-Firmwares rausgegeben wurden, um die größten Bugs schnell zu bewältigen.
Anfangs habe ich mich noch mit einem Script (http://www.macuser.de/forum) welches inkrementell Daten auf das NAS schiebt herumgeschlagen, seit Leopard macht TimeMachine alles von selbst. Um TimeMachine mit einem NAS ans laufen zu bekommen, muss man ein wenig tricksen. Mittlerweile gibt es aber sogar ein ausführbares Script (http://antonellomigliorelli.googlepages.com/tm) welche die entsprechenden Einstellungen automatisch vornimmt und so auch das Eingebundene NAS im TimeMachine-Fenster anzeigt. Dafür legt man eine Freigabe auf dem NAS an, diese sollte wirklich nur für TimeMachine verwendete werden, und mounted diese mittels Apfel+K unter OS X. Dann in den Systemeinstellungen diese Freigabe auswählen … fertig. Das erste Backup dauert sehr lange, hier ist ein Gigabit Netzwerk doch sehr zu empfehlen. In Zukunft werden dann nur noch die veränderten Daten verschoben, das geht also wesentlich schneller und einfach im Hintergrund. TimeMachine macht Stündliche, tägliche und wöchentliche Sicherungen. Möchte man nicht alle Ordner gesichert kann man Ausnahmen angeben. Sobald ich mein MBP lokal in mein Büronetzwerk einbinde laufen die Backups automatisch und ich kann auf alle Vorzüge von TimeMachine (http://www.apple.com/de/macosx/features/timemachine.html) zugreifen. Für noch bessere Sicherheit empfehle ich eine zusätzliche externe USB/FireWire-HD. Hier musste meine alte Sony-Notebook 2,5“-Festplatte herhalten, der habe ich ein Gehäuse (http://www.raidsonic.de/) spendiert. Darauf werden in unregelmäßigen Abständen komplette, bootbare Backups mit CarbonCopyCloner (http://www.bombich.com/software/ccc.html) gemacht. Die Festplatte dann bei einem Bekannten deponiert.

Internet:
Apple bietet mit .Mac (bald MobileMe) ja schon eine Backuplösung, aber leider immer kostenpflichtig und die Performance lässt angeblich auch zu wünschen übrig, außerdem brauche ich die bisherigen Features von .Mac nicht, mal schauen ob MobileMe da was dran ändert.
Mozy wurde mir empfohlen und die Einfachheit hat mich sofort überzeugt. Es gibt einen Kostenlosen Account für die private Nutzung mit 2GB Speicherplatz. Der Mozy-Client (PC Und Mac) läuft im Hintergrund und kümmert sich automatisch um alles. Nach der Installation des Clients wählt man die zu sichernden Dateien und/oder Verzeichnisse. Vieles ist schon automatisch angegeben und kann abgewählt werden. Wie bei TimeMachine dauert das erste Backup recht lange -> hängt vom Upstream Deines Providers ab. Danach wird nur noch das veränderte hochgeladen. WICHTIG: bei Mozy ist immer nur der letzte Stand, deshalb ist der zusätzliche Weg mit TimeMachine sehr zu empfehlen.

Abschließendes:
Nein ich bin eigentlich nicht Paranoid, aber meine Daten sind mir heilig und da ich schon mit Datenverlust zu kämpfen hatte und das wirklich eine sehr leidvolle Zeit war, kann ich das jedem nur ans Herz legen! Meine beschriebenen Lösungen sind nicht billig, so schlägt eine TS-109 mit 260 Euro zu buche + 500 GB HD und dem anderen Zeug ist man da schnell bei 500 Euro. Rechnet man das aber in Stundenlohn um und wieviel Zeit es kosten würde die Daten wieder herzustellen, lohnt sich diese Anschaffung auf alle Fälle!

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von Belzebob | Über den author:

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Kommentare



2 Kommentare

  1. 1 Rafael Bugajewski on Juni 27, 2008

    Nette Zusammenfassung, danke dafür!

    Wie zufrieden bist du im Nachhinein mit dem NAS? Läuft alles wie geplant? Wie lange hast du das Gerät schon im Einsatz?

    Und eine kleine Anmerkung: Ich habe mehrmals gelesen, dass Mozy – zumindest bei der kostenfreien Variante – den Upload auf 1Mbit/s limitiert. Irgendwann bringt dann eine schnellere Leitung auch nicht mehr viel. Und vielleicht hättest du noch schreiben können, dass über einen Mozy Referrer beide Seiten einen Vorteil haben – nämlich mehr Speicherplatz.

  2. 2 admin on Juni 27, 2008

    Hi Rafael,

    das Qnap hat schon ein paar Haken und Ösen, ist halt sehr sehr flexibel. Die Entwickler sind aber sehr schnell und meine läuft jetzt inkl. Standby der HDs, war am Anfang das größte Manko, richtig rund.

    Das mit mozy.com Date ich noch ab, da ich mit 16.000DSL aktuell 1Mbit/upstream habe ist mir das noch gar nicht aufgefallen, ausserdem läuft Mozy bei mir gedrosselt auf 50% damit ich noch Surfen etc. kann, aber für das erste hochladen ist das schon wichtig, stimmt!

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